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Praxis Ilona Schwank

Atem
Mit dem ersten Atemzug beginnt das Leben,
das uns auf diesem Stern gegeben.
Zum Schluss dann hauchen wir den Atem aus
und geh´n - wie man so sagt - nach Haus
zwischendurch macht Atem was er will
setzt aus und stockt und wird ganz still
macht Pause, bleibt mal weg
und wird ganz schwer
ein kleiner Wind von irgendher
umgibt uns, umweht uns und webt
Verbindung mit allem was lebt
denn alles was lebt, atmet aus und ein
und verbindet sich so mit dir und mir
und allem Sein
(von Kristin Baege)


Dieses Gedicht drückt sehr schön aus, was der Atem ist: Ein Geschenk, dass uns von früh bis spät begleitet, vom ersten bis zum letzten Augenblick am Leben hält.
Die naturwissenschaftliche Denkweise hat leider zu einer mechanistischen Sicht geführt, die den Atem auf die Atmung reduziert. Die Trennung von Körper und Seele/Geist schneidet uns ab von der Schöpferkraft des Atems.
Atem, odem, pneuma, spiritus, ki, Qi, atman, prana
all diese Begriffe meinen sowohl den Atmungsvorgang als auch den Schöpfungsvorgang, den Rhythmus des Lebens, werden und vergehen, sein lassen und los lassen.

Atem - Das Tor zum Leben
Zeit sich auf diese Kostbarkeit zu besinnen

Atem ist  Energie
Energie (altgr. . ἐν en „innen“ und   ἔργον ergon „Wirken“)
die sich nicht wirklich in Worten beschreiben lässt.
Es ist eine Energie, die sich der denkenden Logik, den wissenschaftlichen Erklärungen entzieht. Diese Energie ist weltweit, überall einfach da. Sie lässt sich weder konservieren noch kaufen. Der Atem ist ein Geschenk, das jedem Wesen frei zur Verfügung steht.

In der Atemarbeit
geht es nicht um die Vermittlung einer Atemtechnik oder um willentliche Atemführung, sondern um die Wahrnehmung dieser Energie, wie sie durch den Körper strömt, jede Zelle belebt, Spannungen auflöst.
Es geht um das Wahrnehmen der durch die Zwerchfelltätigkeit ausgelösten Atembewegung, die im ganzen Körper  als weit und schmal werden spürbar ist. Wie eine Welle bewegt sich der Atem durch den Körper und wirkt im Innern.Dieser Bewegung des Atems lauschen, auf Empfang gehen,die Schönheit der Stille erleben
Nichts tun - Sein lassen ist das, was den Körper entspannt, den Geist öffnet.
von Kopfmenschen, Beklemmungen, innerer Unruhe und Heimatlosigkeit.

Was geschieht, wenn wir nichts tun? Meistens erfahren wir nicht Stille, sondern Gedanken drängen sich in den Vordergrund, mehr oder weniger laute, aufdringliche, sinnvolle und sinnlose. Wir können sie nicht einfach mit einem Schalter abstellen. Manchmal ist man in einem Gedankenkarussel regelrecht gefangen ohne dass etwas Produktives dabei entstünde. Die Atemarbeit bewirkt einen freien Kopf. Gedanken nicht festhalten, sondern vorüberziehen lassen wie Wolken, den Körper sich selbst wahrnehmen lassen, die besser wissenden, urteilenden Gedanken erkennen aber sich nicht von ihnen dominieren lassen, sich nicht mit ihnen beschäftigen. Wenn der Kopf  frei ist, können zu gegebener Zeit kreative Gedanken entstehen.

Was fühlt der Körper, wenn man nichts tut? Kann er sich total entspannen? Mit der Unterlage verschmelzen? Sich der Lage, der Haltung überlassen? Der Atem lässt die Spannungen zunächst deutlich werden und nimmt sie dann mit hinaus, sodass sich Tiefenentspannung einstellt.
Der Atem ist sehr sensibel. Er reagiert auf feinste Gefühle und Gedanken.
Bei Angst wird es eng. Bei Aufregung wird er schneller.
„Kopfmenschen“ atmen oft flach und oben. Der Atem erdet.

Kann der Atem frei fließen? Oder gibt es Beklemmungen, das Gefühl nicht richtig durchatmen zu können? Behutsam arbeitet sich der Atem durch die Gelenke, den Körper  und sucht sich, erobert sich wieder mehr Raum. Einschränkende Atemmuster wandeln sich.
Unruhe wandelt sich in innere Ruhe und Gelassenheit.
Der Atem belebt, erfrischt, vertreibt Müdigkeit und Nervosität.
Der Atem verbindet uns mit allem Sein. Zu hause ankommen, inneren Frieden finden, ganz werden sind Empfindungen, die uns glücklich machen.
Den Atem in seiner ganzen Intensität zu erleben, bewirkt Veränderung auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene.
     
Frau S.:
„Atemtherapie ist für mich Meditation. Ganz da sein, im Jetzt.
Durch das Durchwandern meines Körpers entdecke ich mich immer wieder neu. Es ist Raum und Zeit, mich wahrzunehmen. Es entsteht die Möglichkeit, ganz und heil zu werden. Ich darf spüren, wo Anspannungen sind und durch einfaches Atmen und Wahrnehmen kann sich Manches lösen und entspannen.
Bei der Atemtherapie lerne ich, mich ganz wahrzunehmen, wenn der Atem immer mehr durch meinen ganzen Körper fließt. Manchmal erreiche ich einen Zustand, in dem ich mich fühle  wie ein Embryo im Mutterleib-ich bin einfach als Ganzes da.
Das entspannt mich sehr tief und lässt mich tiefes Glück und Zufriedenheit empfinden.
Bei der Atemtherapie komme ich weg vom Kopf-Mensch-sein, durchwandere meinen Körper bis zu den Füßen und werde dadurch geerdet.
Bevor ich Atemtherapie praktiziert habe, fühlte ich mich immer wieder nicht wohl in meinem Körper, nicht so richtig daheim in meinem Körper.
Durch die Atemtherapie bin ich in meinem Leben viel besser angekommen.
Meine Atemtherapeutin ermöglicht mir diese Erfahrungen, dieses Dasein.
Sie führt und begleitet mich sehr feinsinnig durch einen immer gleichen Ablauf, indem sie durch bestimmte Berührungen ( mit mir) durch den Körper wandert. Und auch ganz im jetzt da ist. Sie geht immer wieder den weg mit mir, was sehr hilfreich ist.
Mittlerweile haben sich sehr viele meiner unfreien Atemmuster aufgelöst.
Ich habe nur noch sehr selten Beklemmungsgefühle und erfreue mich daran, dass ich frei durchatmen kann.
Es ist faszinierend zu erleben, wie sich durch bewusst-sein und -lassen, durch zulassen und beobachten/ wahrnehmen so viel verändern kann.“


Während der Behandlung
liegen Sie bequem und bekleidet .
Meine Hände gehen in Kontakt zu ihrem Körper, zu den Knochen, der empfindsamen Knochenhaut. Die Aufmerksamkeit ist beim Körperbewusstsein.
So wird der Körper vom Kopf bis zu den Füßen, insbesondere die Gelenke durchlässig für den  Atem. Der Atem kommt in Fluss. Das bedeutet Einbindung in den natürlichen Prozess von Veränderung und Erneuerung.
Wenn der Körper sich vollkommen und tief entspannt, kann der Atem ungehindert durch den Körper fließen, und ihn mit neuer Lebensenergie versorgen.

Voller Begeisterung

Ich lernte die Atemarbeit vor 35  Jahren bei Lutz Becker in Berlin kennen.
Bei ihm nahm ich an den allwöchentlichen Gruppenstunden teil und ging regelmäßig zur Einzelbehandlung. Es tat mir einfach gut, sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene.
Anfangs verstand ich nicht alles, was Worte bedeuten wie
„den Atem zulassen“
„der Atem mischt sich ein“
„mind“ und  „Körperbewusstsein“
„sich dem Schmerz hingeben“
Aber eines Tages war es sonnenklar.
Ich hatte nach einem Sportunfall höllische Schmerzen, der Gips war zu eng, ich konnte nur noch weinen. Und da war er plötzlich, der Atem, er mischte sich ein, er schien aus dem Nichts zu kommen und ich konnte mich dem Schmerz hingeben, loslassen.
Seitdem ist der Atem mein stiller Begleiter, der mich durch das Leben führt mit all seinen Bergen und Tälern.

ANGEBOT
Ich nehme mir für die Einzelbehandlung  1 Stunde Zeit für Sie.
Mein Honorar dafür beträgt 50 €.